Fake News PIGS Länder



Wenn wir realistische Annahmen fürs Aktien-Sparen verwenden, dann sind vermeintliche Aktien-Katastrophen-Länder plötzlich gar keine Katastrophe mehr.

Für unsere Analysen gehen wir von der realistischen Annahme aus, dass der Sparer jedes Jahr den gleichen Betrag auf mehrere grosse Aktien verteilt.

Beispiel Spanien. Spanien geht es doch schlecht, oder? Aktien-Fake!

Der spanische Aktien-Index IBEX liegt heute leicht höher als zu Beginn des Jahrtausends.


Wer in Spanien mit Aktien sparte, hat heute 65% mehr als am Anfang - trotz dramatischer Wirtschaftskrise. Und noch wichtiger: Nur am Anfang war das Portfolio zweimal negativ. Danach ist es nie mehr in den roten Bereich gefallen. Wer das Geld unter das Kopfkissen legte, dem fehlen jetzt diese 65% Renditen.

Selbst wenn man im dümmsten Augenblick, also 2008, mit dem Sparen begann, ist man schon seit vier Jahren leicht positiv. Wohlgemerkt: Wir sprechen von wirklich schwierigen Verhältnissen in einem Land, dass in der Öffentlichkeit despektierlich als PIGS Land bezeichnet wurde.


Portugal, das neben Spanien, Italien und Griechenland ebenfalls zu den PIGS Ländern gehört, lieferte sogar eine Rendite von 139%.


Aktionäre in Portugal haben heute also 239% der ursprünglichen Anlage.

Aus den vier PIGS Ländern ist nur Griechenland bis heute immer noch negativ.


Doch es ist sehr unrealistisch anzunehmen, dass man das ganze Geld in Griechenland gespart hätte. Nicht einmal griechische Aktionäre machen dies. Vernünftige Aktien-Anleger legen in mehreren Märkten ihr Geld an, weil so durch Diversifikation mehr Sicherheit entsteht.

Wie wir das gerechnet haben: Wir haben alle Daten von Standard & Poor’s eingekauft, also Aktienrenditen nicht selbst gerechnet, sondern von einem der grössten Finanzdaten-Anbieter lizenziert. Um die grauen Balken zu berechnen, also der Aktien-Depot-Wert für einen Sparer, der jedes Jahr in grosse Aktien des Landes investiert, haben wir für jedes Jahr die jeweils grössten 20 Aktien des Landes genommen und deren Rendite plus Dividende von Standard & Poor’s bezogen.

Wir haben dann angenommen, dass jede Aktie die gleiche Bedeutung im Aktien-Depot hat und so die Gesamtrendite und den Aktien-Depot-Wert am Ende des Jahres berechnet. So kommen wir einem typischen Aktien-Depot eines Sparers am nächsten.

Wir haben diesen Betrag durch die Summe aller jährlichen Einzahlungen geteilt. Ist der aktuelle Wert des Aktien-Depots höher als die Summe aller Einzahlungen, dann ist der Balken über 100%, und umgekehrt ist der Balken unter 100%, wenn Verlust gemacht wurde.


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