3. April 2020

Gefährliche ESG und Index-Fonds



Gute Menschen investieren in gute Unternehmen, auch im ethischen Sinne des Wortes. Geschieht das überhaupt wenn ökologische, soziale und Governance Kriterien bei Anlagefonds angewendet werden? Nicht wirklich, wie Obermatt CEO Dr. Hermann J. Stern in diesem Teil seiner oikos Konferenz ‘19 Keynote an der Universität St. Gallen aufzeigt.

Die Krux liegt im Detail. Erstens heisst ein gutes ESG Rating noch lange nicht, dass die persönlichen Wertvorstellungen in Anlage-Fonds abgebildet sind, wie Stern im zweiten Teil des Vortrags gezeigt hat. ESG Kriterien sind weitgehend persönlich und deshalb kann nur jeder Einzelne diese Kriterien korrekt anwenden. Rating Agenturen können diese persönlichen Entscheide nicht vorwegnehmen. So gut ESG Kriterien auch sind, ESG Fonds sind nicht selten ein Etikettenschwindel.

Das weitaus grössere Problem liegt aber darin, dass gute ESG Ratings zu sehr verzerrten Portfolios führen. Stern zeigt dies im Vortrag anhand der ESG Fonds von Blackrock auf, einem der grössten Fonds-Anbieter weltweit. Die Branchenverteilung für die europäischen Blackrock ESG Fonds waren alles andere als vernünftig, denn sie hatten ein viel zu starkes Gewicht auf Banken, eine Branche, die gerade in dieser Zeit in Europa auf wackligen Füssen steht.

Stern zeigt in seinem Vortrag auch auf, wie schlecht Index-Fonds und ETFs den effektiven Markt abbilden. Diese Analysen sind genauer im Obermatt Investing Handbuch erklärt, welches Abonnenten des kostenlosen Obermatt Aktien Updates bei der Registration als PDF erhalten. Interessant ist dazu auch der vierte Beitrag der Einsichten-Serie zu ETF Fehlern.

Aufgenommen von Obermatt mit freundlicher Genehmigung von oikos St. Gallen, November 2019.



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