8. September 2022

Italienische Post mit schlechtem Ruf tiefer Aktienpreis trotz gutem Wachstum


Italienische Post mit schlechtem Ruf tiefer Aktienpreis trotz gutem Wachstum

In einem Gespräch unter Investoren im Garten der Villa d’Este am Comer See, kurz nachdem Anekdoten zu Bruce Springsteen’s Champagner Party unter neuen Freunden im schwimmenden Pool des Hotels ausgetauscht wurden, kam das Gespräch auf die italienische Post, Poste Italiane. Der Aktienkurs sei gefallen, während die Umsätze gestiegen seien. Ein guter Grund, sich das genauer anzuschauen. Tatsächlich, die Obermatt Ränge sprechen die gleiche Sprache.

PRO: Die folgenden drei Punkte sprechen für einen Kauf:

  1. Der Rang Wachstum und der Rang Value sind aktuell, am 6. September 2022, gleichzeitig beide hoch mit 89 respektive 72 Punkten. Das ist selten, denn meist leiden Aktien, die günstig sind, unter schwachem Wachstum.
  2. Der Rang Wachstum von 89 bedeutet, dass 89% vergleichbarer Unternehmen gesamthaft weniger wachsen als Poste Italiane. Konkret sind Umsatzwachstum und Gewinnwachstum mit einem Rang von 72 fast schon im dunkelgrünen Bereich und der Gesamtrang Wachstum wäre wohl besser, wenn nicht der Aktienpreis zurück gefallen wäre, was in einem Rang von 32 zum Ausdruck kommt. Hier verhält sich der Markt nicht gerade vernünftig. Liegt es vielleicht am zu heissen Sommer?
  3. Auch die Value Ränge sind alle überdurchschnittlich. Die Aktie ist im Hinblick auf Umsatz 97% (Rang 97), im Hinblick auf Gewinn 82% und im Hinblick auf das investierte Kapital 64% günstiger als die Konkurrenz. Sogar die Dividendenrendite ist mit einem Rang von 58 deutlich über dem Schnitt. Was möchte man mehr?

CONTRA: Die folgenden drei Punkte sprechen dagegen:

  1. Die Verschuldung ist mit einem Sicherheitsrang von 12 relativ hoch. Bei einem staatsnahen Unternehmen machen wir uns da aber weniger Sorgen. Grosse Schulden bedeuten auch viel Potential nach oben, wenn das Unternehmen wächst und das ist bei der italienischen Post aktuell der Fall.
  2. Italien hat einen schlechten Ruf und auch die letzten Wahlen fördern das Vertrauen nicht sonderlich. Aber gerade solche Situationen sind Gelegenheiten. Gleichzeitig weiss ich, dass sich in Italien viel verändert hat. Beweise dafür sind die zahlreichen Jungunternehmen am Comersee, die es vor zehn Jahren noch gar nicht gab.
  3. Soll man sein Geld überhaupt in Italien investieren? Obermatt glaubt an Diversifikation und ist daher überzeugter Vertreter der geografischen Verteilung der Anlagen.

Es überwiegen eindeutig die PRO Punkte bei Poste Italiane. Obermatt CEO Dr. Hermann J. Stern kauft die Aktie für sein Portfolio. Sie sollten sich das auch genauer anschauen. Vielleicht finden Sie noch weitere interessante Details? Bitte teilen Sie uns das im Obermatt Signal Chat mit.



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