22. März 2019

Setze auf DKSH, weil ich an Asien und seine Märkte glaube



Nicht den Überblick verlieren! Wer sich mit der Börse beschäftigt und darin auch investiert, wird früher oder später genau vor diese Herausforderung gestellt. Ich zum Beispiel habe mittlerweile mehr als 70 Aktien. Da wird es immer schwieriger zu erkennen, was noch nicht im eigenen Portfolio enthalten ist. Um mir einen besseren Überblick zu verschaffen, habe ich mir mein Portfolio mit dem Google-Sheet angeschaut. Das lässt sich kostenlos herunterladen.

Im ersten Schritt entschied ich mich, mein Portfolio nach Ländern zu analysieren.

Wie man sehen kann, ist kein Land stärker als mit 15% gewichtet. Die Top-Länder sind dabei die Schweiz mit 13% und Deutschland mit 12%. Nichteuropäische Länder kommen in meinem Portfolio nur selten vor. Aber das war zu erwarten. Mein Fokus lag nämlich bisher auf Europa, weil ich glaube, dass es generell unterbewertet ist. Ausserdem wollte ich mit Investitionen in den Märkten beginnen, wo ich mich am besten auskenne.

Betrachten wir mein Portfolio nun nicht nach Ländern, sondern einzelnen Branchen so sehen wir, dass es noch ausgewogener ist:

Die meisten Branchen sind sogar mit weniger als mit 10% gewichtet – einzelne Ausnahme: "Industrie". Das ist aber nicht wirklich eine einzelne Branche, da sie ein breites Tätigkeitsfeld umfasst, das sich nicht auf die eigenen Branchengrenzen beschränkt. So kann ein Industrieunternehmen an den Energie-, Automobil- oder Bausektor verkaufen. Und das alles mit unterschiedlichen Risiken und Zyklen. Deshalb mache ich mir hier auch keine Sorgen.

Viel wichtiger ist eine andere Information, die ich aus der Branchen-Aufteilung meines Portfolios entnehmen kann: Es zeigt sich nämlich, dass ich nur begrenzt in Dienstleistungsunternehmen investiert habe. Dabei sind Dienstleistungsunternehmen interessant. Tendenziell sind sie gegenüber Einbrüchen widerstandsfähiger, weil sie mit ihren Kosten flexibler sind. Sie haben weniger Fixkosten. Diese Aktien fallen also weniger in einer Rezession.

Deshalb habe ich die gesamte Obermatt Rang-Datenbank heruntergeladen, um daraus die Dienstleistungsunternehmen herauszufiltern. Das können Sie auch. Die gesamte Datenbank steht Ihnen als Link zu einer Datei bereit, die Sie in die Google-Sheet-App laden können. Dieser Link ist in dem wöchentlichen Stock-Update für alle Premium-Abonnenten enthalten.

Als nächsten Analyse-Schritt habe ich einen Filter angewendet, um grosse europäische Dienstleistungsunternehmen mit guten Obermatt-Rängen zu finden. Aber es waren immer noch zu viele. Weiter habe ich all jene Aktien herausgefiltert, die nur mit Halbjahresberichten aufwarten konnten. Dies bedeutet, dass der letzte Bericht recht alt ist – in den meisten Fällen aus dem letzten Sommer. Nach all der Selektion erhielt ich folgendes Ergebnis:

Das ist etwas enttäuschend, denn alle Dienstleister haben ein Wachstumsproblem – mit Ausnahme von Beijer Ref aus Schweden. Dieses Unternehmen habe ich mir angeschaut, musste jedoch feststellen, dass sie ein Baudienstleister sind. Gerade wenn es um Schutz vor Rezessionen geht, was die Strategie meines aktuellen Portfolios ist, möchte ich keine Baudienstleister, sondern reine Dienstleistungsunternehmen.

Als nächstes fiel mein Blick auf Intrum. Sie haben den höchsten Value-Rang. Nur sind sie ein Kreditanbieter. Auch das widerstrebt mir. Die Menschen sollten Geld zunächst sparen und dann erst ausgeben.

Doch dann, die Zweiten auf meiner Liste: DKSH, eine Schweizer Firma! Sie bietet Sales Support in Asien an. Das klingt interessant. Ich glaube fest an Asien und die aufstrebenden Märkte. Zudem traf ich kürzlich den neuen CEO der Firma und schätze ihn sehr.

Dienstleistungen in Asien. Ja, das gefällt mir. Ich entscheide mich heute für DKSH. Das ist meine Entscheidung. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Entscheidung.



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