9. November 2018

Die Welt verachtet Plastik, also kaufe ich RPC



Plastik ist ein grosses Problem, wie man derzeit häufig liest. Aber genau genommen ist nicht Plastik das Problem, sondern die Tatsache, dass wir ihn verschwenderisch gebrauchen und gedankenlos entsorgen. Plastik selber ist ziemlich praktisch: geruchsneutral, geschmacksneutral, von weich bis hart erhältlich, günstig. Und umweltschonend – Plastik ermöglicht vielerorts den Verzicht auf Holz, Papier oder Glas - wertvolle natürliche Ressourcen.

Ich bin überzeugt, dass wir das Abfallproblem in den Griff bekommen werden. Nicht heute, nicht morgen, aber übermorgen. Und dass Plastik dann immer noch ein sehr nützlicher Baustoff sein wird. Darum schaue ich mich heute nach Plastikproduzenten um.

Fündig werde ich in England. Ohnehin ein guter Ort für Aktien, denn die Dividenden werden nicht besteuert. Das Konglomerat RPC hat zudem sehr gute Ränge im Obermatt-Ranking. Auch wenn der Wachstumsrang nur mit 61 beziffert ist. Das liegt am schlechten Plastik-Image und am Shareholder-Fight bei RPC. So nennt man es, wenn unzufriedene Aktionäre rechtlich und taktisch gegen das Management vorgehen.

Obermatt Aktienanalyse RPC

Wo viel Schatten ist, ist meist auch Licht. Hier ist es der tiefe Aktienpreis. Er hat bereits Private-Equity-Firmen angelockt. Darum kaufe auch ich 500 Aktien der RPC an der Londoner Börse. Achtung, dort werden die Preise immer in GBX angegeben, das sind Pence Sterling, also ein Hundertstel eines Pound Sterling.

In Aktien zu investieren heisst, in die ungewisse Zukunft zu investieren. Niemand weiss, was geschehen wird. Aber ich glaube, dass Plastik sich weiterentwickeln und vielleicht schon bald biologisch abbaubar sein wird. Und was glauben Sie?



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