9. August 2018

Bestsellerautor Thomas Meyer über Aktien-Investieren [ungekürzt]



Ich traf den Schweizer Schriftsteller Thomas Meyer zum Interview in Zürich. Auch wenn er (wie viele Leute) anfangs noch recht skeptisch gegenüber Aktien war, änderte er schnell seine Meinung, als ich ihm erklärte wie das Ganze eigentlich funktioniert. Der Handel mit Aktien ist nämlich erstens nicht schwierig, und zweitens auch nicht unmoralisch – zumindest nicht unmoralischer als alle anderen Tätigkeiten, mit denen Menschen Geld verdienen. Endgültig überzeugt war Thomas, als ich ihm aufzeigte, wie er durch gutes Investieren im Alter bis zu fünfzig Prozent mehr Kapital zur Verfügung haben kann. Da er Dinge gerne selbst in die Hand nimmt – und weil er sich durch diese Methode große Summen an Verwaltungskosten spart – will Thomas Meyer selbst investieren, und kauft über die Informationen aus unserem Newsletter seine ersten Aktien.

Bei der Wahl der Aktien hat Thomas Bedenken, ob es profitabel sein kann, in ökologisch verantwortungsbewusste Unternehmen zu investieren. Alle anderen kommen bei ihm nämlich grundsätzlich nicht in Frage. Ich kann ihn beruhigen – Aktien von „grünen" Unternehmen bringen keinerlei Nachteile. Im Gegenteil: Es ist durchaus möglich, dass diese Firmen durch den gesellschaftlichen Wandel in der Zukunft sehr erfolgreich sein werden, was sich dann oft auch im Aktienpreis niederschlagen wird.

In unserem dritten Interview fragt Thomas, woher er Ideen für neue Aktien finden könnte. Ich frage ihn, woher er die Ideen für seine Bücher findet. «Im Leben» antwortet er. Ich antworte zurück, dass es bei Aktien meiner Meinung nach genauso ist. Die guten Ideen findet man nämlich nicht in der Fachpresse, denn dort können sie alle anderen auch nachlesen – und damit ist es für den Aktienkauf oft schon zu spät. Thomas entscheidet sich daraufhin, in Cannabis-Aktien zu investieren, denn er sieht hier viel Potential im Gesundheitswesen.

In Folge vier reden wir über Put-Optionen. Thomas ist das langfristige Investieren nämlich zu langweilig und er möchte mehr Action. Ich rate ihm allerdings davon ab, jemals in Optionen zu investieren, denn hier handelt es sich im Prinzip um pures Glücksspiel. Zum Beispiel fiel die Aktie von VW nach dem Emissionen-Skandal nur kurz nach unten und ist seitdem kontinuierlich gestiegen – auch wenn das Image des Konzerns weiterhin geschädigt ist. Thomas ist überzeugt und verzichtet auf das Spekulieren durch Puts.

In unserem letzten Interview fragt mich Thomas zu den Schwankungen des Marktes. Wie alle anderen Menschen kann er Verluste nämlich gar nicht leiden. Leider muss ich ihm mitteilen, dass Schwankungen bei Aktien zur Tagesordnung gehören. Und dadurch, dass Menschen heutzutage wesentlich schneller mit Aktien handeln können als früher, sind diese Kursänderungen sogar noch größer als noch vor ein paar Jahren. Trotz dieser Hiobsbotschaft kann ich Thomas aber beruhigen. Denn bei einer langfristigen Investitionsstrategie sind kurzfristige Verluste komplett bedeutungslos. Alles was zählt, ist die Portfolioentwicklung über mehrere Jahre.



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