Gegen Fake-News: Kaufe Tamedia



Ich kann ihn kaum mehr hören, den Begriff «Fake News». Nicht weil er so häufig gefallen ist – sondern weil er mich wütend macht. Es macht mich wütend, dass Unwahrheiten erzählt und verbreitet werden. Es macht mich wütend, dass damit Politik gemacht wird. Und Verantwortung abgeschoben. Wird man heute mit Fakten konfrontiert, kann man sie einfach als Lügen brandmarken. Darum habe ich meine privaten und beruflichen Facebook-Accounts gelöscht. Ich möchte mich nicht länger in einem Umfeld bewegen, in dem man den Nachrichten nicht trauen kann. Oder besser: in dem niemand dafür Verantwortung übernimmt für das, was verbreitet wird.

Ich will meine News von jemandem entgegennehmen, der hinter ihnen steht. Nicht, weil sie häufig geteilt worden sind. Sondern weil sie überprüft worden sind. Weil sie aus Quellen stammen, denen man vertraut. Weil man für das verantwortlich ist, was man verbreitet. Auch wenn man das nicht wahrhaben will. Das gilt für den Familientisch, wo nicht über Minderheiten hergezogen werden soll, und es gilt für Medienhäuser wie die tamedia.

Diese gelten als sterbende Branche. Ich sehe es nicht so. Sie haben ihre Rolle in der digital gewandelten Welt vielleicht noch nicht so richtig gefunden, aber sie haben ein Kapital, von dem ich glaube, dass es immer viel wert war und wieder mehr wert sein wird: Sie sind um Aufrichtigkeit bemüht. Sie möchten, dass wir, die Konsumenten ihrer Nachrichten, sich auf diese verlassen können. Und sie profitieren von diesem Bedürfnis.

Weil sich diese Meinung in der Öffentlichkeit noch nicht durchgesetzt hat, ist tamedia heute mit einem Value-Rang von 71 günstig. Das freut mich, ich kaufe also 33 Namenaktien der tamedia für mein wöchentliches Investitionsvolumen von fünftausend Franken. Das sind meine Nachrichten, und ich hoffe, Sie vertrauen ihnen.