Schweizer Obligationen-Fonds schon jetzt mit Negativzinsen



Bei der Säule 3a ist vieles versteckt, so auch die Zinsen auf die darin enthaltenen Obligationen.

Der Gesetzgeber macht nichts gegen das Versteckspiel, und die Banken freuen sich, denn so sehen die Kunden nicht, dass der Obligationen-Teil in den 3a Fonds schon heute dem Schweizer Sparer eine Stange Geld kostet.

Zusammen mit dem unabhängigen Finanzberater Alain Lauber bin ich auf diese Tatsache gestossen. Um das Ausmass an Negativzinsen in den 3a Fonds zu ermitteln, haben wir die grossen Schweizer Obligationen-Fonds analysiert.

Das Resultat: Negativzinsen von bis zu -1.12% (CS Swiss Franc Bond). Jedes Jahr verliert also der CS Obli Fonds mehr als ein Prozent an Wert.

Warum sollte es den Obligationen in den Säule 3a Fonds besser ergehen? Von Obligationen wimmelt es nur so in den Säule 3a Fonds, das Gesetz will es so.

Wer einen 3a Fonds hält, bezahlt also schon heute Negativzinsen. Mehr dazu im Video von Alain Lauber:

Das Problem ist einfach: Die Zinsen sind bei den heutigen Obligationen-Preisen so gering, dass die Bankgebühren deutlich höher sind. Zinsen + Gebühren sind in diesem Fall negativ.

Negativzinsen der grössten Schweizer Obligationen-Fonds (Quelle: Unterlagen der Anbieter)

CS Swiss Franc Bond -1.12%

Migros Swiss Franc Obli -0.97%

Post Fonds 1 Bond -0.79% (Rendite nicht ausgewiesen, daher nur Gebühren)

UBS Fixed Income -0.97%

Swisscanto Bond Fund: -0.80%

Raiffeisen Swiss Obli -0.77%

Man würde meinen, solche Fonds werden von Schweizern gemieden. Mitnichten. In Obligationen-Fonds und gemischten Fonds sind 450 Milliarden Schweizer Franken investiert, und Banken empfehlen sie, ohne über diesen Sachverhalt aufzuklären. 450 Milliarden Geld von Schweizer Sparern hat also negative Zinsen.

Alle Details dieser Analyse hier