Tieto statt Nokia



Banken leiden besonders unter hohen Informatik-Kosten. Make or buy, inhouse oder extern sind entscheidende Fragen, um die Aufwände in den Griff zu kriegen.

Hier kommt Tieto Oyi ins Spiel, unser Tipp dieser Woche. Es handelt sich um einen Global-Player der IT-Serviceindustrie mit Ablegern rund um den Globus.

Wie die einstige Perle Finnlands, Nokia, die sich zum x-ten Mal neu erfinden muss, stammt auch Tieto aus Finnland. Und wie Nokia ist auch Tieto in der Hightech-Branche zuhause.

Doch im Unterschied zur einstigen Überfliegerin ist Tieto gut unterwegs. Sie konkurrenziert mit den grossen indischen IT-Anbieterinnen um die Top-3-Plätze in den verschiedenen Märkten.

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Der Beginn des Unternehmens mit Sitz in Helsinki geht zurück auf 1968, als sie IT-Leistungen für die damaligen Besitzer erbrachte, hauptsächlich die Union Bank of Finland.

Mit der Globalisierung in den 1990ern und dem damit zusammenhängenden Offshoring von IT stieg die Konkurrenz.

Tieto wandelte sich zur breit aufgestellten Informatik-Serviceanbieterin und ging 1999 an die Börse. Heute erzielt sie mit rund 14’000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Ihre eigenen Offshore-Servicecenters liegen im günstigen Osteuropa und in Fernost.

Die Aktie ist zwar weit weg von ihrem Peak im 2000, als der Internet-Bubble platzte. Trotzdem ist sie empfehlenswert.

Seit 2009, als die Märkte von ihrem letzten Tiefpunkt aus kontinuierlich stiegen, lässt sich die Performance sehen. In dieser Zeit hat sich der Wert der Tieto-Aktie fast verdreifacht.

Im bisherigen Jahresverlauf erreichte der Titel Ende Februar mit knapp 24 Euro seinen Höhepunkt, danach ging's leicht abwärts. Gestern schlossen Tieto bei 21.44 Euro.

Tieto überzeugt in unserem Rating in zwei von drei Kategorien. Die Aktie ist derzeit im Vergleich günstig bewertet, und sie bietet dem Anleger ein hohes Mass an Sicherheit.

Hingegen ist für das Unternehmen kein ausgeprägtes Wachstum zu erwarten.