Klumpenrisiko: Das Problem des Schwergewichts

Klumpenrisiko: Das Problem des Schwergewichts

Viele Privatanleger fühlen sich auf der sicheren Seite, wenn sie ihr Geld in einen breit gefächerten Indexfonds investieren, der den S&P 500, den DAX oder den Schweizer SMI abbildet. Das Versprechen ist einfach: maximale Diversifikation mit minimalem Aufwand. Doch wer die heutigen Märkte etwas genauer unter die Lupe nimmt, stellt fest, dass dieses Sicherheitsgefühl trügerisch sein kann.

Die Dominanz der Schwergewichte

Die meisten bekannten Indizes sind nach Marktkapitalisierung gewichtet. Je höher ein Unternehmen an der Börse bewertet wird, desto grösser ist sein Gewicht im Index.

In der Schweiz ist dieses Konzentrationsrisiko besonders deutlich zu erkennen. Der SMI wird seit jeher von einigen wenigen Schwergewichten dominiert. Aktuell machen die drei grössten Titel, Novartis, Roche und Nestlé, mehr als 50% des gesamten Index aus. Wenn sich drei Unternehmen erkälten, bekommt der ganze Index die Grippe. Genau das haben wir kürzlich bei Roche erlebt: Nach enttäuschenden Ergebnissen klinischer Studien brach die Aktie stark ein und zog den gesamten Index mit nach unten, unabhängig davon, wie gut die übrigen 17 Unternehmen abschnitten.

Dieses Phänomen ist kein rein schweizerisches Problem. Deutschlands DAX 40 wurde 2021 von 30 auf 40 Unternehmen erweitert, um die Diversifikation zu verbessern, dennoch entfallen auf die fünf grössten Konzerne weiterhin über 42% der Gesamtgewichtung. In den USA machen die zehn grössten Unternehmen im S&P 500 inzwischen rund 40% des Index aus.

Beliebtheit ist nicht dasselbe wie Qualität

Der grundlegende Fehler bei kapitalisierungsgewichteten Indizes besteht darin, dass sie Aktien nach ihrer aktuellen Beliebtheit gewichten, nicht nach ihrer operativen Leistung oder ihrem inneren Wert. Wer einen DAX- oder SMI-ETF kauft, steckt zwangsläufig den Grossteil seines Geldes in die Aktien, die bereits am teuersten sind.

Bei Obermatt verfolgen wir einen anderen Ansatz: Wir bewerten Unternehmen anhand objektiver Finanzkennzahlen und gruppieren sie nach den tatsächlichen Bedürfnissen verschiedener Anleger, denn nicht alle verfolgen dieselben Ziele:

Echte Diversifikation in der Praxis

Um sich vor der Dominanz der Indexschwergewichte zu schützen, ist eine bewusste Abkehr vom reinen Marktwert-Denken wichtig. Wer die Aktienauswahl selbst vornimmt, kann sein Portfolio mithilfe der objektiven Obermatt Ränge auf die eigenen Anlageziele zuschneiden. Dabei ist jedoch Disziplin gefragt: Auch im eigenen Depot entstehen schnell unbemerkt Klumpenrisiken, wenn man aus Gewohnheit bestimmte Branchen übergewichtet oder sich zu stark auf bekannte Grosskonzerne verlässt. Für Anleger, die sich lieber auf einen Index verlassen möchten, bietet der Obermatt Swiss Pearls Index (OMSP1) eine Alternative mit mehr Gleichgewichtung und Diversifikation.