Aktien mit gesunden Anreizen

Es gibt Unternehmen, die nicht wirklich für die Börse geeignet sind, aber trotzdem an der Börse gehandelt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Anreize für die Führungskräfte nicht mit den Interessen der Eigner übereinstimmen. So muss sich zum Beispiel eine Lebensversicherung entscheiden, ob sie die Gewinne aus den Anlagen an die Kunden oder an die Eigentümer ausschüttet. Eine Genossenschaft wäre in diesem Fall die bessere Köperschaftsform als eine börsennotierte Aktiengesellschaft.

Das Gleiche gilt für Unternehmen, die von Partnern geführt werden wie zum Beispiel Investmentbanken, Private Equity Untenehmen sowie Beratungs- und Beteiligungsgesellschaften mit hohen Vorstandsvergütungen. In diesem Fall müssen sich die Partner entscheiden, wieviel Geld sie für sich selbst behalten und wieviel sie an die Eigner ausschütten möchten. Eigner- und Vorstandsinteressen sind entgegengesetzt.

Schliesslich gibt es ganze Branchen mit problematischen Anreizen, weil der Wettbewerb dort nicht wirklich gut funktioniert, wie zum Beispiel die Luftfahrt, wo es regelmässig zu Überkapazitäten, Konkursen und unfair kostengünstigen Neuanfängen kommt. Es gibt Untersuchungen in den Vereinigten Staaten und der Schweiz, die belegen, dass die Renditen der Aktien mit ungesunden Anreizen den Renditen anderer Aktien unterlegen sind. Alle Aktien mit ungesunden Anreizen sind im Obermatt Aktienfokus gesunde Anreize ausgeschlossen.

Alle Fokusmärkte mit gesunden Anreizen

Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2018. Aktienfokus-Analysen werden jährlich aktualisiert. ()