Wertmanagement

Hinter dem Begriff Wertmanagement (Value Based Management) stehen folgende drei Prinzipien

  1. Wertsteigerung ist wichtiger alles andere (oberstes Ziel) womit wertorientierte Führung ein stark delegativer Chrakter hat: Alles steht zur Disposition wenn es den Unternehmenswert steigert.
  2. Die Messung der Wertsteigerung steht im Mittelpunkt und damit der Aktienkurs und der Economic Value Added (abgekürzt EVA).
  3. Weil es nur um die Wertsteigerung geht, basiert die Vergütung auf dem EVA (wertorientierte Vergütung).

Auf diesen drei Prinzipien basiert wertorientierte Führung. Typischerweise wird das Konzept als Regelkreis der Managementaufgaben Performance Measurement (Leistungsmessung), Capital Allocation (Investitionsentscheide) und Incentive Compensation (variable Vergütung) dargestellt, die alle auf Economic Value Added basieren:

Ausgangslage ist die Investitionsrechnung (Capital Allocation), die auf Economic Value Added aufgestellt wird. Diese EVA basierte Investionsrechnung kommt per Definition zum selben Ergebnis wie die Barwertmethode. Wenn die Leistungsmessung auch auf EVA basiert, dann lässt sich die Investition mit der gleichen Leistungsmessmethodik verfolgen, wie sie bei der Invesitionsrechnung verwendet wurde. Dies wiederum fliesst in die variable Vergütung der Führungskräfte ein, deren Bonus von EVA abhängt. Der Regelkreis schliesst sich wieder, weil diese Art der Incentivierung dazu beiträgt, dass nur Investitionen bentragt werden, die EVA positiv sind.

Die neuste Entwicklung in der Geschichte des Wertmanagements ist das marktorientierte Wertmanagement.