Wie wir den Obermatt CEO des Jahres berechnen Obermatt Pin

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Die Obermatt CEO des Jahres Ranglisten sind eine unabhängige Leistungsbeurteilung von Unternehmen mit öffentlich verfügbaren Finanzzahlen. Sie basieren auf der indexierten Leistungsmessung von Obermatt und verwenden drei zentrale Leistungsindikatoren für ein vollständiges Bild der Unternehmensleistung. Dafür werden die folgenden drei indexierten Kennzahlen verwendet:


Die Indexierung der Leistungsindikatoren Umsatz, Gewinn und Aktienpreis neutralisiert externe Störfaktoren wie Konjunkturzyklen, Rohmaterialpreisschwankungen oder Börsenstimmungen, sodass nur die wahre Leistung gemessen wird.

Dies schafft Leistungstransparenz im Dienste von Verwaltungsräten, Aktionären und der Öffentlichkeit. Last but not least profitieren die beurteilten Führungskräfte von der neutralen Transparenz dieses Ansatzes, weil ihre persönliche Leistung von einer unabhängigen Drittinstanz ohne subjektive Urteile bestätigt wird.

Vorgehen

Zur Messung der Leistung eines Unternehmens verwendet Obermatt folgende dreistufige Messprozesse:

  1. Selektion der Peers: Obermatts proprietärer Korrelationsalgorithmus identifiziert hoch korrelierende Peer-Daten vergleichbarer Unternehmen zur Definition des relevanten Peer-Universums.
  2. Rangberechnung: Die aktuelle Leistung des Unternehmens wird als Wachstumsrang, operativer Rang und Investmentrang, sowie als kombinierter Rang gemessen.
  3. Vergleiche zwischen CEOs: Unternehmen und ihre Vorstandsvorsitzenden erhalten ihren Platz auf der Rangliste auf Grundlage der erzielten Ränge.

1. Auswahl der Unternehmen

Die Auswahlkriterien für Unternehmen, die an einem bestimmten Wettbewerb teilnehmen, werden für jeden Wettbewerb individuell im Voraus festgelegt. Die verwendeten Kriterien werden auf der Webseite der Rangliste explizit aufgeführt. Ob ein Unternehmen die Teilnahmekriterien in einem bestimmten Jahr erfüllt, wird für jedes Unternehmen kurz vor den Ranglistenberechnungen des Wettbewerbs bestimmt.

2. Auswahl der CEOs

CEOs qualifizieren sich für einen bestimmten Wettbewerb, wenn das Unternehmen für welches sie arbeiten, die Kriterien des Wettbewerbs erfüllt. Um bei einer bestimmten Rangliste berücksichtigt zu werden, muss der CEO zu Beginn und zum Ende der Berichterstattungsperiode seines Unternehmens beim Unternehmen angestellt sein. CEOs die sich so für einen Wettbewerb qualifizieren und dabei einen Obermatt Pin gewonnen haben, erhalten ihre eigene Gewinner Webseite mit der Liste aller erreichten Obermatt Pins und einem Überblick über die historisch erzielte Gesamtleistung.

3. Selektion der Peers

Der wichtigste Schritt bei der Indexierung der Leistung ist die Selektion der Peers. Obermatts proprietärer Korrelationsalgorithmus identifiziert Peer-Unternehmen, die im Vergleich zum beurteilten Unternehmen im gleichen operativen Geschäft angesiedelt sind oder den gleichen Geschäftszyklen unterliegen. Dies beinhaltet, wenn auch nicht ausschliesslich, die direkten Konkurrenten. Für eine ausreichende statistische Aussagekraft werden zwischen 30 und 70 korrelierende Peer-Unternehmen benötigt. Allerdings kann die effektive Anzahl der Vergleichsunternehmen in speziellen Fällen von diesem Zielwert abweichen.

Für Obermatt Kunden werden die verwendeten Peer Universen manuell geprüft, zusätzliche historische Korrelationsanalysen durchgeführt und diese mit den Kunden abgestimmt. Obermatt Kunden erhalten vollständigen Einblick in die Zusammenstellung der verwendeten Peer-Universen und die für die Ranglisten verwendeten Finanzdaten.

4. Rangberechnung

Der Rang drückt die Leistung als sogenannter Perzentilrang einer Kennzahl relativ zu den entsprechenden Kennzahlen der Peer-Unternehmen aus. Er gibt an, wie viel Prozent der Konkurrenten im Hinblick auf die Kennzahl geschlagen wurden. Wenn es sich bei der Kennzahl um eine Grösse aus Bilanz und Erfolgsrechnung handelt, spricht man vom operativen Rang. Wenn sich die Kennzahl auf Aktienpreise und -renditen bezieht, spricht man von Investmentrang. Der Rang wird auf Grundlage von geprüften, historischen Finanzberichten berechnet. Für die Obermatt Ranglisten wird der operative Rang auf dem Delta von einem Jahr auf das andere berechnet, weil das Delta die Periodenleistung unabhängig von historischen Ereignissen widerspiegelt.

Für die CEO des Jahres Ranglisten beurteilen wir die CEO Leistung in vier Kategorien:

Wachstum-Leistung

Für die Obermatt Ranglisten wird die Wachstums-Leistung auf Basis des organischen Umsatzwachstums gemessen. Bei Finanzinstituten kommen analoge organische Einkommensgrössen zum Einsatz. Das organische Umsatzwachstum (respektive analoge organische Einkommenskennzahlen, in der Folge nicht separat erwähnt) ist frei von externen Effekten, wie zum Beispiel Fusionen und Akquisitionen oder Restrukturierungen. Obermatt adjustiert den Umsatz für nichtoperative Aktivitäten wie den Kauf oder Verkauf von Unternehmensteilen und andere ausserordentliche Ereignisse. Wenn die Obermatt Ranglisten mit einem Ranglistenpartner durchgeführt werden, dann führt der Ranglistenpartner die Zahlenanalysen durch. Der Wachstumsindikator wurde das erste Mal im Jahr 2014 eingesetzt. Ranglisten vor diesem Datum verfügen über keinen Wachstumsindikator.

Operative Leistung

Für die Obermatt Ranglisten wird die operative Leistung auf Basis des organischen EBITDA gemessen. Wenn der EBITDA nicht verfügbar ist, wird der organische EBIT verwendet. Bei Finanzinstituten kommen analoge organische Gewinnwachstumsgrössen zum Einsatz. Der organische EBITDA (respektive analoge organische Gewinnwachstumsgrössen, in der Folge nicht separat erwähnt) ist frei von externen Effekten, wie zum Beispiel Fusionen und Akquisitionen oder Restrukturierungen. Obermatt adjustiert den EBITDA für nichtoperative Aktivitäten wie den Kauf oder Verkauf von Unternehmensteilen, einmalige Abschreibungseffekte, Restrukturierungskosten und andere ausserordentliche Ereignisse.

Um die Qualität der Ranglisten sicherzustellen, werden die Finanzergebnisse der beurteilten Unternehmen manuell geprüft und, falls nötig, korrigiert. Obermatt indexiert den EBITDA (oder andere Gewinngrössen) durch die Berechnung des operativen Rangs auf dem Delta EBITDA. Dieser Wert wird für die direkte Vergleichbarkeit mit Peer-Daten mittels dem Vorjahresumsatz oder Ertrag des Vorjahres skaliert (Delta EBITDA skaliert nach Vorjahresumsatz oder Delta EBITDA geteilt durch Umsatz des Vorjahres). Bei Banken wird diese Skalierung durch eine Skalierung nach den Erträgen oder einer anderen geeigneten Standardisierungsgrösse ersetzt. Diese Kennzahl ist gegenüber Einflüssen der Rechnungslegung robust und wird von Basiseffekten des EBITDA nicht verwässert, sodass die Kennzahl auch bei negativen EBITDA-Werten verwendbar ist.

Die dauerhafte Steigerung der Kennzahl erhöht auch immer den theoretischen Unternehmenswert, denn nach der Bewertungstheorie ist dauerhaft mehr EBITDA langfristig gesehen immer wertvoller als weniger. Dies ist zum Beispiel bei den Verhältniskennzahlen, wie Margen (z.B. EBIT-Marge = EBIT geteilt durch Umsatz) oder Renditen (z.B. RONOA, ROCE etc.), nicht der Fall. Diese Kennzahlen können sogar falsche Signale senden (z.B. in einem schlechten Jahr ein positives Signal geben).

Bei Obermatt Kunden werden das Peer-Universum und die Adjustierung der Finanzkennzahlen durch Obermatt manuell erstellt und geprüft und mit den Kunden abgesprochen.

Investment-Leistung

Der operative Leistungsindikator Delta EBITDA der Obermatt Ranglisten misst das Geschäft vollständig und stimmt konzeptionell mit der Bewertungstheorie überein, denn die moderne Bewertungstheorie misst Unternehmenswerte ausschliesslich auf Basis operativer Kapitalflüsse. Langfristig gesehen wird kein weiterer Leistungsindikator benötigt. Kurzfristig gesehen besteht die Führungsleistung aber zu einem wesentlichen Teil aus strategischen Entscheidungen, insbesondere Investitions- und Akquisitionsaktivitäten. Auch wenn diese Aktivitäten langfristig durch den operativen Leistungsindikator vollständig erfasst werden, besteht das Bedürfnis, diese wichtigen strategischen Entscheidungen mit in die aktuelle Leistungsbeurteilung aufzunehmen. Die gängigen Methoden der Berücksichtigung dieser strategischen Entscheidungen über die Erfolgsrechnung und der Bilanz, zum Beispiel mittels des Economic Profits, sind stark problembehaftet: Abschreibungsperioden werden durch Überlegungen zur Steueroptimierung verwässert, Impairment-Tests auf den Goodwill basieren auf undurchsichtigen Bewertungsmodellen, Kapitalkostensätze orientieren sich an unmessbaren zukünftigen Renditeerwartungen, und viele strategische Entscheidungen haben überhaupt keinen unmittelbaren Einfluss auf die finanzielle Berichterstattung.

Deshalb verwenden die Obermatt Ranglisten keine unzuverlässigen Daten von der Bilanzseite der Finanzbuchhaltung für die Messung der strategischen Leistung, sondern verwenden die indexierte Aktienrendite als kurzfristigen Investment Leistungsindikator. Die Aktienrendite wird um anorganische Aktivitäten (Splits, Kapitalausgaben etc.) und um Dividendenzahlungen bereinigt. Man spricht hierbei auch vom Total Shareholder Return (TSR). Weil die Aktienrendite stark von den Stimmungen der Börse abhängig ist, wird sie indexiert. Damit ist sie frei von Störfaktoren und misst nur Änderungen in den Erwartungen der Aktionäre an den zukünftigen Ertrag des Unternehmens. Mit anderen Worten: Die indexierte Aktienrendite, bei Obermatt als Investment-Rang bezeichnet, misst die aktuelle strategische Leistung des Unternehmens. Das heisst, es fliessen nur die strategischen Entscheidungen der gemessenen Periode in die Leistungsbeurteilung ein. Vergangene strategische Leistungen werden als Mehrjahresleistungen gemessen, indem die einzelnen Jahre im Obermatt Investment Rang zusammengezählt werden.

Kombinierte Leistung

Der kombinierte Leistungsindikator wird aus dem Durchschnitt des Wachstums-Rangs, des operativen Rangs und des strategischen Investment-Rangs berechnet. Er ist ausgewogener als die beiden Einzelwerte, weil willkürliche Einflüsse aus der Buchhaltung und Irrationalitäten der Börse durch die Mittelung kompensiert werden.

3. Vergleiche zwischen CEOs

CEOs mit einer Auszeichnung in einer der Obermatt CEO des-Jahres Ranglisten, werden in einer Gesamtrangliste einander gegenüber gestellt, um die Leistung über mehrere Jahre zu erfassen.

Bei der Berechnung der Mehrjahresränge wird der Durchschnitt der einzelnen Jahresränge verwendet. Diese Mittelung führt dazu, dass CEOs mit mehreren Jahren gegenüber solchen mit weniger Jahren in der Rangzahl benachteiligt werden. Diese statistische Benachteilung wird wie folgt korrigiert:

Jahre Korrekturfaktor
Jahr 2 +8 Ränge (zum Durchschnittsrang wird "8" hinzugezählt)
Jahr 3 +4 Ränge (zum Durchschnittsrang wird "12" hinzugezählt)
Jahr 4 +2 Ränge (zum Durchschnittsrang wird "14" hinzugezählt)
Bei noch mehr Jahren: +1 Rang pro Jahr (also bei fünf Jahren wird "15" hinzugezählt, etc.)